Die Singgemeinschaft 

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Die Singgemeinschaft Hammersbach - Grainau hat sich zur Aufgabe gemacht, das alpenländische und deutsche Liedgut zu pflegen und zu fördern. Besonderes Augenmerk verdient das alpenländische geistliche Volksgut aus dem deutschsprachigen Alpenraum.

 

Eine „kurze Chronik“ über die Chortätigkeit der Singgemeinschaft

Hammersbach – Grainau

 

Heuer feiert die Singgemeinschaft Hammersbach-Grainau das 25 jährige Chorbestehen. Mit dem Passionssingen, das erstmalig in der Pfarrkirche Grainau im April stattfand, eröffnete der Chor das Jubiläumsjahr. In der heutigen Zeit ist es nicht mehr so einfach, wenn man das allgemeine „Chorsterben“ beobachtet, einen Chor zu erhalten. Vielseitige Freizeitangebote, andere Vereine, auch mangelnde Einstellung zur heimatlichen Volksmusik der Lehrer in den Grundschulen usw. tragen nicht dazu bei das Singen zu fördern und daher den Grundstein zu legen einen Chor zu erhalten.
Auch die Singgemeinschaft hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, obwohl nur 25 Jahre „alt“. Aber es hat immer wieder Auftritte und Anlässe gegeben, sei es weltlicher oder kirchlicher Natur, die die Chorsänger zusammengeschweißt haben und viel Freude bereiteten.
Eine Sängerrunde hat es schon vor der Gründung der Singgemeinschaft 1990 in Hammersbach gegeben. Frau Rathmann leitete die kleine Sängerrunde. Hauptsächlich sang die Runde in der Kapelle von Hammersbach, zwischendurch auch in Grainau, da es zu dieser Zeit keinen Kirchenchor mehr gab . Herr Peter Schwarz, Bass dieser Runde, schrieb die Aktivitäten der Sänger auf, die dann der jetzige Chorleiter in seine Chronik aufnahm. Am 10. September 1990 besuchte dann auf Einladung von Frau Schmidt, Herr Hermann Unterkircher aus Partenkirchen eine Chorprobe. Hermann Unterkircher war zuvor 13 Jahre als Chorleiter des Männergesangsverein Hochland-Chor in Garmisch-Partenkirchen tätig. Bereits im gleichen Jahr wurde in der Grainauer Kirche ein Weihnachtskonzert veranstaltet. Vorher hatte man sich den Namen „Singgemeinschaft Hammersbach-Grainau“ zugelegt. Der Chor formierte sich zusehends und vergrößerte sich auch. Durch den Schulkamerad und Freund des Chorleiters, Georg Löcherer, gab es neue Impulse und der Chor studierte 2 Messen die er für die Singgemeinschaft komponiert hat ein. Auch einige Motetten von ihm kamen hinzu, die für den Chor bestens geeignet waren zum singen. Um auch in der Weihnachtszeit präsent zu sein wurden 2 Pastoralmessen von Ignaz Reimann einstudiert, dazu kam die „Waldlermesse“ die Unterkircher für gemischten Chor einrichtete. Der Chor hat sich zur haupsächlichen Aufgabe gemacht das geistliche sowie das alpenländische Liedgut zu fördern, natürlich darf das deutsche Chorlied nicht fehlen.
Neben vielzähligen Konzerten kamen auch namhafte Sänger, Chöre und Musikanten von hier und den benachbarten Tirol, Welsch-Tirol und aus dem Ausland, die bei der Bevölkerung und Gästen großen Anklang hervorriefen. Nicht umsonst fanden über 80 Gruppen den Weg nach Grainau um mit der Singgemeinschaft zu musizieren.
Zahlreiche Aufführungen und Sängerfahrten, z.B nach Kloster Steinfeld in der Eifel, auch Sängerfeste trugen dazu bei, das der Chor gerne gesehen und gehört wird. Es wurden hauptsächlich alpenländische, auch geistliche, Lieder einstudiert, unter anderen von Sepp Oberhöller, ein Volksmusikant durch und durch aus dem Pustertal in Süd-Tirol. Inzwischen legte sich der Chor auch eine einheitliche Kleidung zu, Männer in Tracht und die Damen im Dirndl um einen einheitlichen Eindruck auf der Bühne zu machen.
Durchaus als Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte darf erwähnt werden, die Einladungen der bayerischen Staatskanzlei zur Gestaltung der Weihnachtsfeier bei der bayerischen Staatsregierung in der Kuppel der Staatskanzlei.
Jetzt feiert der Chor 2015 sein 25 jähriges Chorjubiläum, wo auch wieder einige Konzerte geplant sind mit Chören und Singgruppen aus Nah und Fern.
Möge man hoffen, daß es noch so weitergeht und sich der Chor so gut wie bisher entwickelt und den Menschen noch viel Freude bereitet.

Hermann Unterkircher, Chorleiter